Perfektion und Selbstoptimierung? Ohne mich!

Darum geht's

Bewegung und Entspannung als weiteren Punkt auf einer eh schon vollen To-Do-Liste? Ich sage: Nein! Denn was uns Gutes tut, sollte keine lästige Pflicht sein.

Ein Leben voller KraftRuheLiebe – na wenn’s mehr nicht ist. Ich gebe zu: Der Titel meines Projekts macht ein ganz schönes Fass auf. Du sollst Kraft bekommen! Und Ruhe! Und Liebe! Und das bitte zu ausgeglichenen Anteilen, jederzeit abrufbar und absolut zufriedenstellend. Klingt ein bisschen unrealistisch? Ja. Und das ist auch gut so!

Denn eins ist mir ganz wichtig: Bei KraftRuheLiebe geht es auf gar keinen Fall darum, alles perfekt zu machen, nach hehren Zielen zu streben und in Perfektionismus zu verfallen. Was dann nämlich schnell passiert, kenne ich sehr gut: Aus lauter Angst, es nicht gut genug hinzukriegen, verfällt man in eine Art Lähmungszustand und macht lieber mal – gar nichts!

Mit meinen Angeboten auf KraftRuheLiebe will ich versuchen, diesen Fehler gar nicht erst möglich zu machen. Denn auch wenn Kraft, Ruhe und Liebe große Ziele sind, ist es am Ende doch einfach wichtig, dass man sich überhaupt auf den Weg macht – und dann kommt es vor allem auf die Art und Weise an. Das geht nämlich super gut in kleinen Schritten!

Jede und jeder fängt mal irgendwo an. Weil es so nahe liegt, will ich mal wieder mich als Beispiel nehmen: Als ich vor über zehn Jahren mit Yoga angefangen habe, war ich so flexibel wie eine alte rostige Eisenstange. Naja, immerhin war ich damals noch jung, weshalb mir das rein körperlich noch nicht so viel ausmachte. Trotzdem merkte ich, wie gut mir die Bewegung im Yogastudio tat. Ich blieb also dran. Einmal die Woche: Anfängerkurs.

Und glaub mir: Ich habe mich am Anfang ganz schön gequält. Dann wurde es nach und nach immer leichter (oder eher: ich wurde besser) – und damit kam auch der Spaß. Viele Jahre lang habe ich lediglich einmal die Woche für 90 Minuten Yoga geübt. Allein das hat schon so viel gebracht, ich bin rückblickend immer noch erstaunt.

Klein anfangen – ohne großen Aufwand

Du siehst also: Klein anzufangen kann große Veränderungen bewirken! Die Veränderungen kommen dann von allein – wir müssen gar nicht am Anfang großen Aufwand betreiben. Aktuell lese ich zum Beispiel überall irgendwas über sogenannte „Morgen Routinen“, Dankbarkeitstagebücher, Meditations-Challenges usw. usf. Sehr beliebt ist auch der Tipp, einfach jeden Morgen nach dem Aufstehen direkt auf die Yoga Matte zu gehen.

Als Mutter von zwei noch recht kleinen Kindern kann ich bei so was oft nur müde lachen. Mein Schlaf ist mir heilig. Absichtlich zwei Stunden vor den Kindern aufstehen, um meine „Morgen Routine“ durchexerzieren zu können? Äh, danke nein. Morgens auf die Yoga Matte? Klar gerne, aber wer bringt dann die Kleine zur Kita? (Oder bereitet die Homeschooling-Videokonferenz für den Großen vor, wie es im Moment nötig ist…)

Ihr seht schon: Ich finde solche Tipps einfach nicht wahnsinnig alltagstauglich. Und dann gibt es da noch einen zweiten Grund, weshalb bei mir der innere Widerstand wächst, wenn ich so Wörter wie „Dankbarkeitstagebuch“ nur lese. Für mich hat das immer einen Beigeschmack von Selbstoptimierung. Und das, finde ich, haben wir aktuell am allerwenigsten nötig.

Selbstoptimierung? Nein danke!

Um mal ehrlich zu sein, sind wir doch alle schon selbstoptimiert bis Oberkante-Unterlippe! Wir stellen unsere Wecker, um bloß nicht zu verschlafen, treiben die Kinder an, sich schneller anzuziehen, weil die Schule ruft. Wir schmieren Pausenbrote am Fließband und hetzen von der Kita an den Schreibtisch. Wir erledigen unsere Jobs mit Gewissenhaftigkeit und Leidenschaft und haben nebenher noch sämtliche andere To-Do’s im Kopf, die in Familie und Haushalt anfallen.

Wir gönnen uns kaum mal Pausen, weil doch eh immer noch irgendwas zu tun ist. Weil wir noch mehr schaffen wollen, noch mehr leisten, noch mehr richtig machen. Ganz im Ernst: Für mein persönliches Wohlbefinden brauche ich auf diese volle Agenda nicht noch einen Punkt oben drauf setzen.

Fürsorge und Nachsicht statt „Du musst noch“

Ich sag es mal ganz deutlich: Ich habe absolut keinen Bock auf noch mehr Selbstoptimierung. In dem Moment, da ich mal nur an mich selbst denke, etwas nur für mich und meinen Körper mache, will ich mich einfach als das annehmen, was ich bin. Mir selbst etwas Gutes tun. Nachsichtig sein. Fürsorglich. Kleine Pausen finden und diese nutzen, statt immer das Damoklesschwert von „Du-musst-noch“-Punkten über meinem Kopf schweben zu sehen.

Genau darum soll es bei KraftRuheLiebe gehen: Eine natürliche, wertschätzende und angenehme Verbindung zu deinem Körper baust du nicht durch Zwang und Perfektionsstreben auf. Sondern durch kleine Schritte, liebevolle Zuwendung, Rücksichtnahme und das genaue Anschauen deiner eigenen Bedürfnisse.

Wir können nicht alles gleichzeitig schaffen

Wir müssen nicht schnellstmöglich in allen Bereichen brillieren. Ich kann nicht gleichzeitig Handstand machen, dabei meditieren und meiner Tochter „Pip und Posy“ vorlesen. Aber ich kann es nacheinander tun – oder besser: Ich kann es nacheinander üben. Vom Handstand bin ich aktuell zum Beispiel noch eine kleine Ewigkeit entfernt. Aber ich bleibe dran und übe mit Rücksicht und Nachsicht auf mein jeweiliges Körpergefühl und meine aktuelle Stimmung.

Mit KraftRuheLiebe mache ich dir Angebote, die du zu verschiedenen Zeiten annehmen kannst, wenn sie gerade in deinen Alltag passen. Mal wird das eine Übung sein, die deinen Körper kräftigt, mal wird es eine sein, die ihn zur Ruhe bringt. Mal gibt es etwas für den Kopf, mal etwas für die Muskeln. Du entscheidest, was dir gut tut. Und nicht der Ratgeber voller „Morgen Routine“-Tipps. 😉

Hast du auch keinen Bock mehr auf Selbstoptimierung?

Dann bist du hier genau richtig! Lass uns mal gemeinsam schauen, dass wir Bewegung und Entspannung in unsere Leben einbauen, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass nur noch eine weitere Pflicht auf unserer To-Do-Liste auftaucht.

Weiter unten kannst du meinen Newsletter abonnieren. Der schickt dir jede Woche kleine Anregungen und Übungsideen per Email. Das wäre doch schon mal ein super Anfang, oder? Und wenn du mal keine Lust hast – dann ignorierst du meine Email einfach. 😉

Auf Instagram und Facebook teile ich außerdem meine persönlichen Erfahrungen mit dir. Schau gerne mal rein! Und hinterlasse einen Kommentar, wenn du Fragen oder Ideen hast, die du mir mitteilen willst.

Sofort mit einer simplen Übung starten

Ich habe ein bisschen überlegt, ob ich zu diesem Text überhaupt eine Übung anbieten sollte. Aber dann dachte ich: Hier erst recht! Denn es geht ja gerade darum, nicht immer sofort 100% zu wollen, sondern in kleinen Schritten voranzugehen. Und jeder kleine Schritt bringt dich deinem Ziel etwas näher! Im Übungsbereich findest du passend dazu eine ganz einfache und zugleich wahnsinnig wohltuende Übung, die du sogar im Bett und auf dem Sofa machen kannst.

Zur Übung

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Die äußere Beckenbodenschicht

2 Antworten

  1. Liebe Sophie,
    du sprichst mir sowas von aus dem Herzen, danke!
    Ich liebe Yoga, komme aber momentan zu selten dazu – aber das wird besser, je älter mein zweites Kind wird 🙂 Ich mache das auch einfach zum Spaß an der Freude und nicht, um mich zu optimieren. Denn ich stimme dir zu, wir sind alle schon optimiert genug…
    Ich bin gespannt, wie es hier weitergehen wird. Alles Gute dir und deiner dritten Schwangerschaft!

    1. Liebe Julia, danke dir für deinen schönen Kommentar! Unter uns gesagt ist es für mich tatsächlich gar nicht immer so leicht, nachsichtig mit mir zu sein und das achtsame Üben in den Vordergrund zu stellen. Bisschen Ehrgeiz liegt mir doch im Blut. 😉 Aber gerade in der jetzigen Situation müssen wir so so gut es geht mit unseren Kräften haushalten. Ich streiche vermehrt alles, was keine Freude macht und lande dadurch quasi automatisch bei einer rücksichtsvollen Übungspraxis. So eine Pandemie hat offenbar nicht nur Nachteile. 😉

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